{"id":6198,"date":"2014-10-21T09:26:07","date_gmt":"2014-10-21T09:26:07","guid":{"rendered":"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/?page_id=6198"},"modified":"2024-06-28T07:37:22","modified_gmt":"2024-06-28T07:37:22","slug":"nach-der-saison-ist-vor-der-saison","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/texte\/nach-der-saison-ist-vor-der-saison\/","title":{"rendered":"Nach der Saison ist vor der Saison"},"content":{"rendered":"<p><strong>Was macht ihr eigentlich im Winter?<\/strong><\/p>\n<p>Immer wieder wird gefragt, was nach der Saison hinter den Mauern des Gartens passiert. Die Antwort ist einfach: Nach der Saison ist vor der Saison! Nach einem kurzen Urlaub beginnen daher schon wieder die Vorbereitungen f\u00fcr die n\u00e4chste Spielzeit.<\/p>\n<p><em>September<\/em> \u2013 Der (Theater)Sommer ist vorbei und es gilt abzuarbeiten, was in der hei\u00dfen Phase des Spielbetriebes liegen geblieben ist. Meist reicht es daher nur f\u00fcr eine kurze Urlaubsphase, bevor die lange Zeit des Abbaus und der Nachbereitung beginnt. Arbeiten w\u00e4hrend der Saison ca. 30-35 Menschen beim Theatersommer, verkleinert sich das Personal von September bis M\u00e4rz auf 3-4 Mitarbeiter\/Innen.<\/p>\n<p><em>Oktober<\/em> &#8211; Kost\u00fcme, B\u00fchnenbilder, Requisiten und auch die Licht- und Tontechnik werden in den jeweiligen Lagern verstaut, die Bestuhlung und Trib\u00fcnen winterfest abgedeckt. Ist alles an seinem Platz, gilt es alle technischen Ger\u00e4te und die Infrastruktur zu \u00fcberpr\u00fcfen und gegebenenfalls zu reparieren. In dieser Zeit entstehen auch die meisten der baulichen Ver\u00e4nderungen auf dem Theatersommer-Gel\u00e4nde, f\u00fcr die ansonsten der notwendige Freiraum fehlt. Parallel dazu wird an der Spielzeitbilanz gearbeitet, welche die vergangene Saison zusammenfassend auswertet, und sich um Verlagsabrechnungen, GEMA-Listen und Statistiken gek\u00fcmmert.<\/p>\n<p><em>November<\/em> &#8211; Nachdem das Laub gefallen ist, nimmt sich ein Team von G\u00e4rtnern Str\u00e4ucher und kleinere B\u00e4ume vor und k\u00fcmmert sich um deren fachgerechten Beschnitt. Zeitgleich tritt in den Innenr\u00e4umen die St\u00fcckauswahl in die entscheidende Phase. Projekte, Ideen und Texte werden diskutiert und zu m\u00f6glichen Spielplan-Varianten zusammengestellt. Weiterhin entstehen die Haushaltspl\u00e4ne f\u00fcr die kommende Spielzeit, die nach Fertigstellung an Zuschussgeber und Sponsoren verschickt werden.<\/p>\n<p><em>Dezember<\/em> &#8211; Die Spielplan-Auswahl ist abgeschlossen, nun beginnt die intensive Phase des Schreibens \u2013 Stoffe werden \u00fcberarbeitet oder neu \u00fcbersetzt. Da hierbei der Grundstein f\u00fcr den k\u00fcnstlerischen Erfolg der Saison gelegt wird, erfordert diese Etappe einiges an Zeit und Konzentration. Dennoch finden parallel bereits erste Engagement-Gespr\u00e4che mit Schauspielern statt.<\/p>\n<p><em>Januar<\/em> &#8211; Im neuen Jahr geht es hinsichtlich der Spielplan-Gestaltung in den Endspurt. Die Bearbeitungen der St\u00fccke werden fertiggestellt, Hintergrundmaterial wird dramaturgisch aufbereitet und nat\u00fcrlich die Vakanzen f\u00fcr die Schauspieler ausgeschrieben.<\/p>\n<p><em>Februar<\/em> &#8211; Die Vorsprechen f\u00fcr das k\u00fcnstlerische Personal beginnen, bei \u00fcber 250 Bewerbungen pro Jahr ist das eine zeitintensive Angelegenheit. Trotzdem wird simultan auch mit dem Entwerfen der B\u00fchnenbilder begonnen.<\/p>\n<p><em>M\u00e4rz<\/em> &#8211; Wenn Spielplan und das Ensemble soweit feststehen, ist es an der Zeit sich auch im Garten wieder an die Vorbereitungen zu machen. Der Baumbestand wird untersucht, das liegengebliebene Laub containerweise abtransportiert und das technische Inventar (Licht und Ton) aus dem Winterschlaf erweckt. Auch werden die ersten B\u00fchnenbilder angefertigt und direkt aufgebaut.<\/p>\n<p><em>April<\/em> &#8211; Die umfangreiche Werbemittelproduktion beginnt. Es gilt Texte zu schreiben, Fotos auszuw\u00e4hlen und an der graphischen Gestaltung zu feilen. Bei manchmal bis zu 6 Plakaten, zwei Programmmagazinen, Gro\u00dftransparenten und einem aufwendigen Internetauftritt tr\u00e4gt diese Phase nat\u00fcrlich gelegentlich die Z\u00fcge eines logistischen Alptraumes. F\u00fcr die engagierten Schauspieler\/Innen, die aus den verschiedensten Ecken Deutschlands anreisen, m\u00fcssen Wohnungen gefunden werden, denn meist beginnen Mitte des Monats die Vorproben f\u00fcr eine Produktion, deren Ergebnis sp\u00e4ter nur noch innerhalb weniger Tage wieder hergestellt wird.<\/p>\n<p><em>Mai<\/em> &#8211; Die Proben f\u00fcr die Hauptproduktionen haben begonnen. Bei manchmal bis zu drei Produktion wird umschichtig 10-12 Stunden geprobt. In Zusammenarbeit mit den Kost\u00fcmbildner\/Innen entstehen die Kost\u00fcme. Die Verteilung der Werbemittel wird organisiert und das Personal f\u00fcr Kartenverkauf, Abriss, Theke und die Reinigung zusammengestellt.<\/p>\n<p><em>Juni\/Juli\/August<\/em> &#8211; Mit der ersten Premiere\u00a0 beginnt der Spielbetrieb, nat\u00fcrlich laufen w\u00e4hrenddessen schon die Proben f\u00fcr die folgenden Produktionen \u2013 bei jedem Spielplanwechsel steht ein gro\u00dfer Umbau an, in meist nur 2 Tagen werden B\u00fchnenbilder umgebaut und die entsprechenden Licht- und Toneinrichtungen vorgenommen. Insgesamt sind diese drei Monate die arbeitsintensivste, aber auch die spannendste und sch\u00f6nste Zeit, da alle Planungen, Vorbereitungen und Visionen nun endlich Realit\u00e4t werden und so die Ergebnisse der k\u00fcnstlerischen Arbeit bei den Menschen ankommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was macht ihr eigentlich im Winter? 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