{"id":6726,"date":"2014-11-28T10:24:44","date_gmt":"2014-11-28T10:24:44","guid":{"rendered":"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/?page_id=6726"},"modified":"2024-06-28T07:41:02","modified_gmt":"2024-06-28T07:41:02","slug":"ein-zaubergarten-mitten-in-der-stadt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/theatergarten\/ein-zaubergarten-mitten-in-der-stadt\/","title":{"rendered":"Der Theatergarten und die Jahre der Wandlung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong>Der Theatergarten und die Jahre der Wandlung<br \/>\n<\/strong><span style=\"font-size: 12pt;\">von Dorothee Batz \/ Landschaftsarchitektin<br \/>\n<a href=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Efeuweg_NEW.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4779 size-medium\" src=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Efeuweg_NEW-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Efeuweg_NEW-300x199.jpg 300w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Efeuweg_NEW-800x533.jpg 800w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Efeuweg_NEW.jpg 1772w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/span><strong>Eine gr\u00fcne Theaterinsel mitten im Herzen Ludwigsburgs<\/strong><br \/>\nDer Theatersommer Ludwigsburg feiert dieses Jahr (2015) seinen 25. Geburtstag und das bedeutet auch 25 Jahre Theater-Garten. Es sind die Jahre der Wandlung vom verlassenen und verwunschenen \u201eHortus conclusus\u201c zum, zwar immer noch von dicken Natursteinmauern umschlossenen, aber nun \u00f6ffentlichen, weithin bekannten und gern besuchten Theater-Garten, mit seiner ganz besonderen, eigenen Stadt-, Natur- und Klimazone innerhalb der Innenstadt. Der Garten und seine wilde Natur ist, wie auch schon vor 25 Jahren, immer wieder Inspiration und Spielraum f\u00fcr das Sommertheater.<\/p>\n<p>Die Anforderungen an das Areal des Theatergartens sind aufgrund der steigenden Besucherzahlen und des damit verbundenen technischen Aufwands f\u00fcr die Inszenierungen immer mehr gewachsen. Im Lauf der Zeit wurde die Infrastruktur verbessert und angepasst. Trotzdem ist der Garten, so wie ihn die Besucher der ersten Stunde kannten, in seiner Wildheit und Natur immer noch sichtbar und erlebbar. Die geraden Buchshecken des Fr\u00e4ulein Cluss im Foyerbereich und beim Kindertheater, die zwei gro\u00dfen Eiben in der Mitte des Gartens und der gro\u00dfe Ahorn in der s\u00fcdwestlichen Ecke, die Holunderstr\u00e4ucher und der bodenbedeckende Efeu sind immer noch, wie vor 25 Jahren, die strukturgebenden Elemente im Garten, auch in der dritten Dimension. Nicht zu vergessen die Efeuranken an den alten Haselstr\u00e4uchern, die einen Hohlweg vom hinteren Eingang zum Foyer bilden. Oder die Amsel, die w\u00e4hrend einer Auff\u00fchrung mitten \u00fcber die B\u00fchne fliegt.<\/p>\n<p>Unter freiem Himmel Theater zu inszenieren bedeutet auch, sich mit st\u00e4ndig ver\u00e4nderbaren Gegebenheiten der Natur auseinander zu setzen. Klimatische und wetterbedingte Aspekte, die sich wandelnde Natur, das Wachsen der B\u00e4ume und Pflanzen lassen immer wieder andere Atmosph\u00e4re und Stimmungen entstehen.<\/p>\n<p><strong>Nichts so, wie es scheint<\/strong><br \/>\nAber es ist nicht immer alles so, wie es scheint und wie die Besucher den Theater-Garten wahrnehmen! Um diese einzigartige Kernatmosph\u00e4re eines verwunschenen Gartens zu erhalten, m\u00fcssen g\u00e4rtnerische H\u00e4nde ans Werk gehen. So werden im Herbst nach der Saison und dem Abbau der B\u00fchnenbilder umfangreiche Pflege- und Schnittarbeiten im Garten durchgef\u00fchrt. Im Fr\u00fchjahr folgt dann der Fr\u00fchjahrsschnitt am Pflaumenw\u00e4ldchen im Foyerbereich sowie Pflege-, D\u00fcnge- und Schnittarbeiten an den Buchshecken. In dieser Zeit werden Str\u00e4ucher zur Abgrenzung und Kaschierung des B\u00fchnenbereichs gepflanzt. Hier haben sich die Forsythien als besonders theatertauglich und flexibel erwiesen. Es gibt Forsythienstr\u00e4ucher, die in einer Spielsaison zwei- bis dreimal den Standort gewechselt haben und umgepflanzt wurden. Die Wege entlang der Hecken und Geh\u00f6lz- und Efeufl\u00e4chen, die Verbindungen zwischen den einzelnen Bereichen des Gartens, werden im Fr\u00fchjahr mit Rindenh\u00e4cksel belegt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Spielstaette_2003_WEB.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7813 size-medium\" src=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Spielstaette_2003_WEB-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Spielstaette_2003_WEB-300x196.jpg 300w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/Spielstaette_2003_WEB-800x523.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnf-Jahres-Zyklen<\/strong><br \/>\nBetrachtet man das Wachsen und Werden des Gartens \u00fcber 25 Jahre hinweg, so zeigt sich eine Entwicklung in ungef\u00e4hren F\u00fcnf-Jahres-Zyklen, die mit der Entwicklung des Theaters einhergehen.<\/p>\n<p><strong>Das erste Jahrf\u00fcnft, 1991-1995<\/strong><br \/>\nIn den ersten f\u00fcnf Jahren wurde der Garten von den Theaterleuten erforscht und vielschichtig entdeckt. Es wurden die Orte f\u00fcr die B\u00fchne beim alten Kirschbaum und die Trib\u00fcne festgelegt. Auf m\u00fchsam gerodeten verschlungenen Pfaden, rudiment\u00e4r in ihrer Ausgestaltung, gelangten die Theaterbesucher zur Trib\u00fcne. Es gab keine Abgrenzung zum Biergarten, und wo sich heute das Kindertheater befindet, wuchsen nur wildes Geb\u00fcsch und stachelige Brombeerranken. Die alte Laube des Fr\u00e4ulein Cluss, kunstvoll konstruiert aus schlanken Fichtenst\u00e4mmen, stand noch hinter den beiden gro\u00dfen Eiben. Das heute noch verwendete Kassenh\u00e4uschen befand sich in der alten Fabrik der ehemaligen Cluss-Brauerei. Die Schauspieler spielten auf einer B\u00fchne aus Sandboden, was bei Regenwetter sicherlich nicht wirklich angenehm war. Phantasie war gefragt, und so ist f\u00fcr diese Anfangsphase des Theatersommers die Inszenierung der \u201eSommernachtstr\u00e4ume\u201c frei nach Shakespeare bezeichnend.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/HG_SNT_1994.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6622\" src=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/HG_SNT_1994-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/HG_SNT_1994-300x196.jpg 300w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/HG_SNT_1994-800x523.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Das zweite Jahrf\u00fcnft, 1996-2000<\/strong><br \/>\nAb Mitte der Neunzigerjahre wurden Infrastruktur und Technik weiter verbessert. Dabei wurde vermehrt zugunsten des Theaters in die Struktur des Gartens eingegriffen. Ein Beispiel f\u00fcr die Intensit\u00e4t mancher Eingriffe war die Inszenierung von Heinrich von Kleists \u201eK\u00e4thchen von H.\u201c F\u00fcr einen unterirdischen Geheimgang wurden gro\u00dfe Erdmassen bewegt und eine Grube mit rund 2 m Tiefe ausgehoben.<\/p>\n<p>Als pr\u00e4gendes Element des B\u00fchnenbereiches stand in der Mitte der B\u00fchne der gro\u00dfe alte Kirschbaum mit seinen ausladenden \u00c4sten. Vollst\u00e4ndig eingewachsen in einer dicken Efeuschicht. Schon seit den Anf\u00e4ngen des Spielbetriebs hatte er unter der Bodenverdichtung und dem Efeukorsett gelitten und war schlie\u00dflich einer Pilzerkrankung zum Opfer gefallen. Die abgestorbenen \u00c4ste mussten nach und nach entfernt werden. Der efeubewachsene Stamm wurde zur Stabilisierung mit Metallst\u00fctzen versehen, um so dieses Element im B\u00fchnenbereich zu erhalten und gleichzeitig f\u00fcr die Technik und Beleuchtung einen b\u00fchnennahen Ort zu schaffen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1999 konnten auf dem angrenzenden Grundst\u00fcck R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr einen neuen Proberaum, Garderobe, Werkstatt und Lager angemietet werden. Die dicke Natursteinmauer wurde durchbrochen und eine T\u00fcr eingebaut. In diesem Jahr wurde auch der F\u00f6rderverein des Theatersommers im Cluss-Garten e. V. gegr\u00fcndet. Ziel und Zweck ist bis heute die Erhaltung, Pflege und Ausbau des Theater-Gartens, die Verbesserung der Infrastruktur und die F\u00f6rderung des Kinder-\/Familientheaters.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/HG_WEB_Kindertheater_Publikum_2012.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7795\" src=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/HG_WEB_Kindertheater_Publikum_2012-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/HG_WEB_Kindertheater_Publikum_2012-300x196.jpg 300w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/HG_WEB_Kindertheater_Publikum_2012-800x523.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Das dritte Jahrf\u00fcnft, 2001-2005<\/strong><br \/>\nIm Jahre 2000, zum zehnj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Theatersommers, wurde das Kindertheater mit der Inszenierung von \u201eDschungelbuch\u201c im westlichen, noch wilden Bereich des Gartens er\u00f6ffnet. Genau da, wo im Jahr zuvor die alte Gartenlaube bei den gro\u00dfen Eiben dem Orkan Lothar zum Opfer fiel. Der Weg zum Kindertheater wurde auf der S\u00fcdseite angelegt und zwischen den zwei Buchshecken zur Zuschauertrib\u00fcne und der Naturkulisse des Theaters gef\u00fchrt. Begleitend zum Jubil\u00e4um, wurde zum ersten Mal eine Fotoausstellung \u201eTheater-Momente\u201c mit Szenen aus den vergangenen Inszenierungen im Garten entlang den Wegen gezeigt. Die Fotoausstellung wird seitdem in jeder Theatersaison fortgef\u00fchrt, und es ist immer wieder \u00fcberraschend zu sehen, wie die Theaterszenen im Bild mit und in der Natur lebendig werden.<\/p>\n<p>Mit der Umgestaltung des Rathaushofes und dessen Fertigstellung 2003 bot sich die M\u00f6glichkeit, von dieser Seite her einen neuen Eingang in den Theatergarten zu schaffen. Mit Plakaten und Fahnen wurde er f\u00fcr die Passanten sichtbar gemacht. Dieser Zugang zum Theatergarten ist heute vor allem deshalb stark frequentiert, weil der Weg vom Scala \u00fcber den Biergarten w\u00e4hrend der langj\u00e4hrigen Bauma\u00dfnahmen unattraktiv war. Somit wurde der s\u00fcdliche Weg im Garten zum Hauptweg f\u00fcr die Anbindung an das Kindertheater, die gro\u00dfe B\u00fchne und zum Foyer mit der Kasse. Durch diesen neuen Eingang vom Rathaushof her \u00f6ffnet sich der verwunschene Theatergarten noch mehr der \u00d6ffentlichkeit. Mit der Inszenierung von \u201eDon Carlos und die 1001. Nacht\u201c war erstmals eine Bearbeitung zeitnah am politischen Geschehen der Gegenwart angesiedelt; sie trug au\u00dferdem erste Z\u00fcge einer Inszenierung mit Spielfilmcharakter.<\/p>\n<p>Die Infrastruktur wurde weiter verbessert und mit finanzieller Unterst\u00fctzung des F\u00f6rdervereins Garderoben und Toiletten in den Prober\u00e4umen eingebaut. Auf der gro\u00dfen B\u00fchne wurde dauerhaft ein B\u00fchnenboden aus Holz installiert \u2013 ein gro\u00dfes Plus f\u00fcr die Schauspieler. Beide Zuschauertrib\u00fcnen wurden general\u00fcberholt und mit wetterfesten Holzplatten ausgestattet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/2.Spielort_Trib\u00fcne_Zuschauer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1025\" src=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/2.Spielort_Trib\u00fcne_Zuschauer-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/2.Spielort_Trib\u00fcne_Zuschauer-300x199.jpg 300w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/2.Spielort_Trib\u00fcne_Zuschauer-800x533.jpg 800w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/2.Spielort_Trib\u00fcne_Zuschauer.jpg 1772w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Das vierte Jahrf\u00fcnft, 2006-2010<\/strong><br \/>\nIm vierten Zyklus ab 2006 schreitet die Wandlung vom einst verwunschen Garten hin zum jetzigen Theatergarten voran. Innerhalb des Gartens wurden R\u00e4ume abgeteilt und der wilden, alles durchdringenden Natur Grenzen gesetzt. Zugleich entstanden dauerhafte Theaterbauten wie Technikhaus oder Requisiten Lager. Auf der B\u00fchne wurden unterschiedliche R\u00e4ume und Zeiten inszeniert, so zum Beispiel in \u201eDer Steppenwolf\u201c von Hermann Hesse.<\/p>\n<p>Auch der Foyerbereich ver\u00e4nderte sich. Hier konnten von der 2004 auf der B\u00e4renwiese veranstalteten Gartenschau \u201eTempor\u00e4re G\u00e4rten\u201c Holzplanken g\u00fcnstig \u00fcbernommen werden, um den Foyerbereich zu vergr\u00f6\u00dfern und f\u00fcr die Besucher bequemer zu gestalten. Hinzu kam ein Bar-Bereich mit einer stimmungsvollen Beleuchtung, der zum Verweilen vor und in den Pausen einl\u00e4dt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen beeintr\u00e4chtigen die zunehmenden Abendveranstaltungen auf dem neu gestalteten Rathaushof das Theaterspiel und den Genuss mancher sch\u00f6nen Inszenierung im Freilichttheater. Als Reaktion darauf dachte man \u00fcber L\u00e4rmschutzw\u00e4nde nach, auch in Richtung des Biergartens. Ein Gutachten sollte die Situation n\u00e4her untersuchen. Wenig sp\u00e4ter begann man mit dem Errichten von L\u00e4rmschutzw\u00e4nden, eine Erleichterung auch f\u00fcr die Schauspieler. Der Garten ver\u00e4nderte dadurch weiter sein Gesicht, neue R\u00e4ume im Freien mit einer jeweils eigenen Atmosph\u00e4re entstanden.<\/p>\n<p>Der Garten und das Freilichttheater wurden immer bekannter, ja zu einem Lieblingsort der B\u00fcrger der Stadt und dar\u00fcber hinaus. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe \u201eLieblingsplatz\u201c des Stadtmuseums beschrieb Sabine Deutscher Ihren Lieblingsplatz in Ludwigsburg und erz\u00e4hlte in einem poetischen Vortrag vom Zauber des Cluss-Gartens.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-304 size-medium\" src=\"http:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4-199x300.jpg 199w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4-682x1024.jpg 682w, https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4.jpg 787w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Das f\u00fcnfte Jahrf\u00fcnft, 2011-2015<\/strong><br \/>\nDie letzten f\u00fcnf der ersten 25 Jahre Theatersommer standen im Zeichen der Bewegung und der Erprobung von Neuem. Es wurden Spielfilme wie \u201eHimmel \u00fcber Berlin\u201c oder \u201ePurple Rose of Cairo\u201c f\u00fcr das Theater bearbeitet und inszeniert. Die Technik wurde f\u00fcr die Inszenierungen immer wichtiger und nahm immer mehr Platz ein. B\u00e4ume und Gro\u00dfstr\u00e4ucher wurden manchmal zu \u201eKabelst\u00fctzen\u201c, und die Efeufl\u00e4chen sind durchzogen von Beleuchtungs- und Medienkabeln.<\/p>\n<p>Die Theaterbesucher in Bewegung setzte 2014 \u201eGarten von Godot\u201c, eine Inszenierung im Rahmen des Projekts \u201eGarten Eden\u201c der Kulturregion Stuttgart. Das St\u00fcck spielt an verschiedenen Stellen im Garten und hier vor allem noch in der \u201ewilden Natur\u201c und erschlie\u00dft dem Publikum dadurch auch neue Sichtweisen auf den Garten. Trotz der begrenzten Besucherzahl pro Vorstellung hatte der Garten vor allem an Engstellen zu leiden und die Efeudecke wurde auf eine harte Probe gestellt.<\/p>\n<p>In den letzten f\u00fcnf Jahren sind die Besucherzahlen des Theatergartens stetig gestiegen, was wiederum eine Verbesserung der Infrastruktur erforderte \u2013 darunter die Sanierung und Erweiterung der Toiletten. Im letzten Jahr wurden dann Theatervorh\u00e4nge und eine weitere L\u00e4rmschutzwand hinter der B\u00fchne zwischen den gro\u00dfen Eiben eingebaut, um die Ger\u00e4usche von Veranstaltungen auf dem Rathaushof und aus dem Biergarten noch weiter zu d\u00e4mpfen. Es entstand nun ein geschlossener Raum, nach oben offen, w\u00e4hrend den Auff\u00fchrungen, quasi ein \u201eTheater conclusus\u201c, die wilde Natur des Gartens \u00fcbernimmt hier die Statistenrolle.<\/p>\n<p><strong>Das Theater braucht den Garten zur Inspiration<\/strong><br \/>\nWie sehen die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre aus? Wie werden sich der Garten und das Theater in Zukunft entwickeln? Das muss sich zeigen. Fest steht aber, dass der Garten ohne das Theater und das Theater ohne den Garten nicht existieren kann. Das Theater braucht den Garten zur Inspiration f\u00fcr die vielgestaltigen Inszenierungen und der Garten das Theater und damit die Besucher, die gerne in die gr\u00fcne Oase, den magischen Garten mitten in der Stadt kommen und sich daran erfreuen.<\/p>\n<p>Dorothee Batz, Landschaftsarchitektin Ludwigsburg \/ Februar 2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Theatergarten und die Jahre der Wandlung von Dorothee Batz \/ Landschaftsarchitektin Eine gr\u00fcne Theaterinsel mitten im Herzen Ludwigsburgs Der&#8230; <span class=\"read-more\"><a href=\"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/theatergarten\/ein-zaubergarten-mitten-in-der-stadt\/\" class=\"button button-darkgray small\"> Continue Reading &rarr; <\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":74,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6726"}],"collection":[{"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6726"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10500,"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6726\/revisions\/10500"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/74"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/foerderverein-theatersommer.net\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}